Krügerrand Münzen


Krügerrand Münzen finden ihre Bezeichnung aus dem Namen des deutschstämmigen südafrikanischem Politikers Stephanus Johannes Paulus (kurz: Paul) Kruger. Auf diesen von 1825-1904 lebenden Politiker gehen auch die Bezeichnungen des weltbekannten Kruger-Nationalparks und der Oom Paul (= Onkel Paul in afrikaans) Pfeife. Der Name Kruger wurde als Krüger ausgesprochen, womit auch die im Deutschen übliche Schriftform der eigentlich Krugerrand geschriebenen Goldmünzen erklärt wird. Paul Kruger befindet sich auch als Abbild auf der Frontseite der Krügerrand Münzen. Auf der Rückseite ist eine Springbockantilope zu sehen.

Krügerrand Münzen

Krügerrand Münzen

Krügerrand Münzen werden seit dem Jahr 1967 in einem standardisiertem Goldgehalt von 916,6 / 1000 geprägt und bieten daher hervorragende Möglichkeiten zur Geldanlage in dem Rohstoff Gold. Neben der Krügerrand Münze mit einem Feingold-Gewicht von 1 Unze (= 31,1035 Gramm Feingold) werden seit dem Jahr 1980 auch Münzen mit einem anteiligen Feingold-Gewicht einer 1/10, 1/4 und 1/2 Unze angeboten. Auch wenn der Krügerrand über keinerlei Wertangabe verfügt gilt er nicht als Medaille sondern als Münze. Dieser Entscheidung liegt zu Grunde, dass die Krugerrand Münzen in Südafrika als Zahlungsmittel gelten. Statt der festgelegten Wertaufgabe, wie sie zum Beispiel auf den 100 Euro Goldmünzen vorhanden ist, gilt einfach der aktuelle Goldwert als Zahlwert. So ist es nicht möglich, dass die Münze laut Wertangabe weniger wert ist, als der reine Goldwert. Dieses Geschehen ist bei Euro Goldmünzen üblich, ein nicht gerade praktikables Vorgehen.

Während in den ersten Jahren von 1967 - 1969 nur 40.000 Krügerrand Münzen mit dem Feingold-Gewicht von 1 Unze geprägt wurden, entwickelten sich die Prägezahlen in den Folgejahren extrem. In den 1980 iger Jahren befand sich die Auflage mit einer Stärke von mehreren Millionen prägefrischen Münzen auf ihrem höchsten Niveau und bot daher eine sehr erhebliche Einnahmequelle für den Staat Süd Afrika. Aufgrund der grossen wirtschaftlichen Bedeutung und der immernoch anhaltenden Rassentrennung in Südafrika entschieden sich die USA und die Staaten der EG im Jahre 1986 für einen Einfuhrstopp der Krügerrand Münzen. Die Prägezahlen des Krügerrand fielen daraufhin ins Bodenlose. Während auch in den Staaten der EG und den USA zu keiner Zeit ein Verbot bestand Krügerrand Münzen zu besitzen oder damit zu handeln, nutzten doch sehr viele Besitzer dieser Goldmünzen die von einigen Banken angebotenen Umtauschaktionen in den vom Goldwert gleichwertigen kanadischem Maple Leaf. Eine sehr erhebliche Zahl der geprägten Krügerrand Münzen wurden in dieser Zeit eingeschmolzen. Erst im Jahr 1999 wurde die Einfuhr der Goldmünzen aus Südafrika wieder erlaubt und die Prägezahlen entwickeln sich sehr positiv.

Der rötliche Schimmer des Krügerrand entsteht durch die geringe Beimischung von Kupfer in einem Anteil von 83,4 / 1000. Diese Beimischung sorgt für eine grössere Härte der Krügerrand Münzen. Heute hat die Krügerrand Münze wieder den höchsten Marktanteil unter den Goldanlagemünzen erreicht. Die Hauptgründe für diese Beliebtheit liegt im hohen Bekanntheitsgrad dieser Goldmünzen und dem im Vergleich zu anderen Anlagemünzen sehr geringen Ausgabeaufschlag.